Bauvertrag

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Der Bauvertrag ist das wichtigstste Dokument für den Bauherren. Bauvertrag regelt Rechte und Pflichten der Vertragsparteien, daher ist die genaue Gestaltung des Bauvertrages ist maßgeblich für die Investitionssicherheit. Es empfiehlt sich ausnahmlos alle, auch kleine Vereinbarungen in den Vertrag aufzunehmen. Auch wenn am Anfang alles einfach und klar erscheint (vor allem, wenn ein professioneller Hausverkäufer am Werk ist), wird im späteren Verlauf oft gnadenlos aus dem Vertrag zitiert.

Grob betrachtet sollen folgende Punke im Bauvertrag geregelt sein:

Im einzelnen lohnt es sich auch folgende begleitende Fragen vertraglich zu klären:

  • Unter welchen Voraussetzungen kann der Bauherr vom Vertrag zurücktreten?
  • Welche Voraussetzungen genau soll der Bauherr selbst schaffen und bis wann?
  • Was passiert, wenn der Bauherr im Verlauf neue/geänderte Anforderungen hat?
  • Darf der Bauherr Leistungen nachträglich aus dem Vertrag herausnehmen? Wie erfolgt die Gutschrift?
  • Was darf der Bauherr während der Bauzeit selbst am Haus machen bzw. an andere Baufirmen vergeben?
  • Wer hat das Hausrecht während der Bauphase? Wer darf die Baustelle betreten?
  • Was passiert, wenn die Baufirma nicht in der Lage ist, die vertraglich vereinbarte Leistung zu erbringen (z.B. zugesicherte Eigenschaft ist technisch nicht möglich, bestimmte Marke nicht mehr lieferbar)?
  • Wird VOB/B zusätlich als Vertragsbestandteil vereinbart?
  • Unter welchen Voraussetzungen darf die Baufirma von den vereinbarten Leistungen abweichen?
  • Sollen Zwischenabnahmen durchgeführt werden?
  • Über welche Ereignisse muss die Baufirma den Bauherren unterrichten?
  • Welche Unterlagen werden bei Abnahme übergeben?

Um ganz sicher zu gehen, soll man den Vertrag durch den eigenen Anwalt prüfen lassen. Den Bauvertrag soll man auf jeden Fall schriftlich abschließen. Eine notarielle Beglaubigung ist meist nicht erforderlich.